Adobe Edge – Webanimationen mittels HTML5 umsetzen

Posted on 30. Aug, 2011 by in Software

Adobe Edge Preview Version 1.0Adobe bringt HTML5 Authoring-Tool für Webanimationen. Eine eingeschränkte  Preview-Version steht in den Adobe Labs kostenlos zur Verfügung.

Adobe und Flash, wie Microsoft und Internet Explorer oder Nokia und Smartphones – Unternehmen und deren Produkte, die sich aus meiner Sicht nicht am Markt halten bzw. durchsetzen können.

Doch zumindest Adobe lenkt ein und bringt mit Adobe Edge ein Programm, dass einfache Webanimationen mittels HTML5, CSS3 und Javascript umsetzt. Adobe fügt sich damit dem HTML5-Hype und springt damit noch auf den bereits schnell fahrenden HTML5-Zug auf und will damit wahrscheinlich auf kurz oder lang ein Stück der Sahnetorte abhaben.

Funktionsweise

Wie bei den meisten Adobe-Programmen üblich, werden auch bei Edge keine Programmierkenntnisse benötigt. Sämtliche Funktionen können durch Klicken genutzt werden. Mit Hilfe von Timeline und Event-Punkten (Diamonds) können die Animationen kinderleicht umgesetzt werden. Dazu muss lediglich der Fader auf den gewünschten Event-Punkt gesetzt werden. Anschließend kann das Objekt im Arbeitsbereich bearbeitet werden.

 

Einschränkungen

Momentan ist der Funktionsumfang des Programms noch stark eingeschränkt. So können zwar bestehende HTML-Dateien bearbeitet oder Bilder in neue Projekte eingefügt werden. Jedoch können weder URLs oder Mouse-Over-Effekte in Animationen integriert werden. Deshalb kann man zwar aktuell nette Animationen erstellen, doch fehlt jegliche Funktion was die Interaktivität betrifft.

Für Lesefaule:

Für alle Lesefaulen unter euch habe ich die Funktionsweise in einem kleinen Video zusammengefasst.

Programmieren versus Zusammenklicken:

Bei meiner Vorabrecherche zu Adobe Edge bin ich auf einige interessante Artikel gestoßen. Auch die dazugehörigen Diskussionen entfachten das alte Feuer zwischen Programmierer und Designer. Ein schönes Beispiel ist der Artikel bei Golem. Hier legten wieder einige Coder wert darauf, sämtliche Funktionen händisch zu programmieren.

Dazu kann ich nur sagen, dass die Verwendung von Tools wie Edge mit Sicherheit schneller geht und betriebswirtschaftlich sinnvoller ist, als Animationen händisch zu programmieren. Aber natürlich haben diejenigen recht, die behaupten, dass man wissen sollte, was hinter dem Klicken passiert.

Hands On!

Adobe Edge ist momentan kostenlos als Preview Version 1.0 verfügbar und kann auf den Seiten der Adobe Labs herunter geladen werden. Jeder der Interesse am Tool hat, kann und sollte es ausprobieren, solange es noch kostenlos verfügbar ist.

Zum Download

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2 Responses to “Adobe Edge – Webanimationen mittels HTML5 umsetzen”

  1. René (5 comments)

    30. Aug, 2011

    Du sagt das es betriebswirtschaftlich Sinnvoller ist einfach alles zusammen zu klicken, doch da muss ich widersprechen.

    das was bei den Programmen zum teil hinten raus kommt (ist nicht spezifisch gemeint) ist meist nur schwer zu entziffern und erst recht für einen nicht versierten Genossen.

    Was ist, wenn mal etwas geändert werden muss und das Programm steht nicht zur Hand? Ich möchte dann nicht unbedingt versuchen als dem gewuhsle etwas zu ändern und somit ist hier der Zeitaufwand um ein vielfaches höher…

    Es muss hierbei aber auch nicht darum gehen was wäre wenn das Programm nicht zur Hand wäre, sondern auch z.B. bei Update auch im Core des Programmes und vieles mehr.

    Für kleine Spielereien ist es sicherlich gut zu gebrauchen, doch im wirklich produktiven Einsatz möchte ich es nicht erleben…

  2. Wiescho (9 comments)

    30. Aug, 2011

    Hey René,

    verallgemeinere bitte nicht. Natürlich würde ich z.B. mit Word keine Webseite bauen. Doch aus meiner Sicht ist das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen bei einer händischen Programmierung einer Animation schlechter als bei der Verwendung von Adobe Edge. Der Code ist aus meiner Sicht auch nicht unbedingt der schlechteste.

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