Das AIDA-Modell in der Online-Kommunikation
Posted on 11. Mai, 2010 by Wiescho in Marketing
Wer den Titel liest und dabei an Kreuzfahrten und Bridge denkt, ist hier falsch
. Das AIDA-Modell beschreibt die Wirkungsstufen einer Marketing-Kommunikation. Jede Stufe des AIDA-Modells stellt dabei einen weiteren Schritt, zur Erreichung des Ziels der Kommunikation, dar.1
Das AIDA-Modell ist umstritten und dient nach dem verstorbenen Begründer der Konsumentenforschung Werner Kroeber-Riel im besten Fall als „Merkformel der Werbewirkung“.2
Inwieweit dies zutrifft oder eben nicht, soll nicht Gegenstand dieses Artikels sein. Ich möchte mit diesem Artikel lediglich das AIDA-Modell auf die Online-Kommunikation anwenden und einige wichtige Erfolgsfaktoren bestimmen.
Attention
Am Anfang jeder Kommunikation steht die Aufmerksamkeit. Hört der Ehemann seiner Frau wieder mal nicht zu findet keine Kommunikation statt. Analog gilt dies auch für die Werbe-Kommunikation. Nimmt der Konsument das Werbemittel nicht wahr, findet keine Kommunikation statt. Somit werden die Kommunikationsziele nicht erreicht.
Ein Grund für fehlende Aufmerksamkeit kann die Gestaltung des Werbemittels sein. Zum Beispiel kann es zu unauffällig sein und schlichtweg übersehen werden. Ein weiterer Grund kann die falsche Platzierung des Werbemittels sein. Ein Werbemittel im Footer einer Website, welches nur durch immenses Scrollen zu sehen ist, führt im Normalfall zu wenig Aufmerksamkeit.
Wird bei der Gestaltung eines Werbemittels und der Platzierung innerhalb einer Website alles richtig gemacht, kann man davon ausgehen das Konsumenten darauf aufmerksam werden.
Interest
Nachdem der Konsument auf das Werbemittel aufmerksam geworden ist, besteht die Aufgabe des Werbemittels und der daraus resultierenden Werbebotschaft darin, das Interesse des Kunden zu wecken. Aus meiner Sicht gelingt dies am besten wenn eine Affinität zwischen dem Website-Thema und dem zu bewerbenden Produkt besteht. Dabei sollten unbedingt Cross-Selling und Up-Selling Aspekte berücksichtigt werden.
Bis dahin ist eindeutig klar, dass sich diese Teile des AIDA-Modells auf der Website in der das Werbemittel integriert ist oder allgemeiner formuliert auf dem Werbeträger abspielen.
Desire
Über den Teil des Verlangens lässt sich innerhalb der Online-Kommunikation streiten. An welcher Stelle hat der Konsument das Verlangen? Hat er das verlangen nach einem Produkt bereits auf dem Werbeträger und tätigt deshalb den gewollten Klick, oder hat er bis dahin lediglich Interesse und entwickelt erst auf der Landing Page das Verlangen nach einem Produkt? Ich kann diese Frage nicht beantworten.
Jedoch sollte sowohl auf dem Werbeträger als auch auf der Landing Page alles dafür getan werden um Verlangen nach einem Produkt zu wecken!
Action
Hat man als Werbetreibender das Glück, dass man den Konsumenten erfolgreich durch das AIDA-Modell schippern konnte und dieser nun die ersehnte Aktion, z.B. den Kauf eines Produktes, tätigen will, sollte die zu druchführende Aktion vorab genau überprüft worden sein.
Der ganze Aufwand von der Aufmerksamkeit bis hin zur Aktion bringt nichts wenn der Kunde z.B. beim Bestellvorgang scheitert und frustriert die Website verlässt.
Die Aktion am Beispiel des Kaufs eines Produkts in einem Online-Shop kann genauso gut auf andere Ziele übertragen werden. Damit dieser Artikel nicht zu theoretisch wird, habe ich jedoch von einer Verallgemeinerung abgesehen.
Was sagt ihr zum AIDA-Modell? Insbesondere interessieren mich eure Ansichten zur Entwicklung des Verlangens. Glaubt ihr der Konsument entwickelt seine Begierde bereits auf dem Werbeträger oder doch erst auf der Landing Page? Die Kommentare stehen für eure Meinungen offen!
Quellen:
1 vgl.: Meffert H., Marketing, 10. Auflage, S. 706
2 vgl.: http://www.gwa.de/
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