Das Ende der Bildschirmauflösung 1024 x 768 Pixel

Posted on 17. Mai, 2010 by in Multimedia

Bild mit Wort Multimedia, oder doch nicht? Diese Frage stelle ich mir schon eine ganze Weile. Um ganz ehrlich zu sein, nervt mich diese Bildschirmauflösung seitdem ich mich aktiv mit Webseiten-Gestaltung beschäftige. In meinen Augen ist die veraltete Auflösung von 1024 x 768 Pixeln ein Hindernis bei der Gestaltung von Webseiten.

Wer schon mal ein CSS-Design oder ein Template gebastelt hat, weiß, dass man bei absolut gestalteten Designs die Design-Breite von 1000 Pixeln nicht überschritten werden sollte. Für einfache Seiten wie Unternehmensauftritte oder Weblogs sollte das ausreichen. Doch bei komplexeren Webseiten ist diese Begrenzung oft ärgerlich.

Beachtet man diese Grenze nicht, haben Besucher mit der benannten Auflösung einen unschönen horizontalen Scroll-Balken beim betrachten im Browser.

Alternative mangelhaft

Als Alternative zur absoluten Pixelangabe kann mit einer relativen Prozentangabe ein Webdesign erstellt werden, welches sich an die Bildschirmauflösung anpasst. Die Spanne von z.B. Full HD mit 1920 x 1080 Pixeln zur Auflösung von 1024 x 768 Pixeln ist jedoch so groß, dass sich dadurch unschöne Designs ergeben können. Gerade bei Seiten mit kurzen Texten, kann dies mit Betrachtung einer hohen Auflösung nicht gerade ansehnlich werden.

Doch nun zurück zur Frage. Mittlerweile sieht man in Anzeigen von Elektronik-Discountern fast nur noch Monitore mit mindestens 22 Zoll. Man könnte eigentlich meinen, dass die 1024er Auflösung bald ein Ende finden wird, da die Monitore mit solcher Auflösung schlicht weg vom Markt und in den Haushalten verschwinden.

Das Comeback von 1024 Pixeln

Weit gefehlt! Das Comeback der 1024er Auflösung ist da. Das Zauberwort heißt Netbook. Die kleinen Computer haben bei einer Displaygröße von 10“ Standard-mäßig eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln. Beispiele dafür wären:

  • ACER ASPIRE ONE 532 NETBOOK 10,1
  • Samsung NC10 -@nyNet N270 A7BT
  • Toshiba Nb200-12n Netbook 10,1

In den größerem Varianten ab 11“ ist es zum Glück mit 1024 x 768 Pixeln vorbei. Dort beherrscht die Auflösung von 1366 x 768 Pixeln die Displays. Beispiele dafür sind:

  • Acer Aspire 1410-742g16n Netbook 11,6
  • Samsung N510-anyNet
  • Asus EEE PC 1101HA

Einfluss von Netbooks auf Webdesign

Für mich besteht die Frage ob die Anzahl der Netbooks so groß ist, dass sie zukünftig bei der Entwicklung von Webdesigns berücksichtigt werden sollten. Natürlich ist in diesem Fall Desk Research der einfachste Weg zum Ziel. Die erste Ausgabe der Zeitschrift Websiteboosting berichtete in einem kleinen Artikel über webhits.de. Dort kann man verschiedene Statistiken, unter Anderem auch die Bildschirmauflösung von Internet-Nutzern, finden. Bei einigen Statistiken liest man, dass diese von 10100 webhits.de Abonnenten sind. Bei den Bildschirmauflösungen fehlt das. Somit lässt sich streiten ob diese Angaben repräsentativ sind. Ich denke, dass kann man außen vor lassen.

Stand: 18.Mai 2010 Quelle: webhits.de

In Abbildung 1 ist zu erkennen, dass die 1024×768 Pixel Auflösung mit 38,9% Platz 1 belegt. Die Auflösungen 1024 x 600 Pixel und 1366 x768 Pixel werden gar nicht mit aufgeführt, sodass ich davon ausgehe, dass sie bei den 3,2 % der anderen Auflösungen enthalten sind.
An dieser Stelle lässt sich lediglich sagen, dass die Auflösung 1024 x 768 Pixel, jedenfalls nach webhits.de immer noch die Auflösungen dominiert und dass der Anteil von Netbook- und kleineren Notebook-Auflösungen verschwindend gering ist. Leider konnte auf webhits.de keine Möglichkeit finden ältere Statistiken anzeigen zu lassen.

eigene Statistik der jungen Zielgruppe

Um das Ganze noch weiter zu untersuchen, habe ich mir die Mühe gemacht, die Statistik eines meiner Projekte auszuwerten. Dabei wird der Zeitraum von September 2009 bis April 2010 in Abbildung 2 dargestellt. Quelle der Angaben ist google analytics. Zu erwähnen ist noch, dass das Projekt an eine junge Zielgruppe gerichtet ist und auf keinem Fall repräsentativ ist. Zusätzlich habe ich bewusst nur einige Auflösungen in der Tabelle integriert. Wer die Prozente zusammen rechnet wird also nicht auf 100 kommen.

Eine Bildschirmauflösungs-Statistik

Auswertung und Prognose

Es ist glücklicherweise zu erkennen, dass die 1024 x 768er Auflösung kontinuierlich an Gewicht verliert. Notebook- und hohe Auflösungen gewinnen kontinuierlich Prozente. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, lautet anscheinend das Motto der 1024 x 600 Netbook-Auflösung. Zwar ist das die Auflösung mit 1,21 % im April zu vernachlässigen. Dennoch hat sie ebenfalls monatlich, bis auf eine Ausnahme an Gewicht gewonnen.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, kann ich in spätestens zwei Jahren meine Webseite breiter als 1000 Pixel gestalten.

Doch nun zu euch. Wie sieht es mit der Bildschirmauflösung in euren Portalen aus. Habt ihr ebenfalls meine Erfahrungen gemacht. Mich würde besonders der Anteil von Netbook-Auflösungen auf News-Seiten interessieren.

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6 Responses to “Das Ende der Bildschirmauflösung 1024 x 768 Pixel”

  1. Perry Rhodan (1 comments)

    25. Jul, 2010

    Hallom

    mann sollte an die vielen handys und langsamen verbindungen denken

    640 X 480 ist die erste wahl und reines HTML ohne überflüssige kommentare im qulltext der auf server liegt. kommentare kann mann in den teil schreiben der nicht übers netz verteil wird !!
    genau sonn müll sind menüs die mitgescrollt weden nur weil googel das einfachner lesen kann. ist immer toll wenn die lahmen schrottseiten bei den suchmaschien oben stehen.
    meist ist es besser auf seite 3 oder 4 bei googel zu starten

    MfG

  2. holger ullmann (1 comments)

    25. Nov, 2010

    Hallo,

    für Seiten mit grafisch umgesetzten Legenden zur Veranschaulichung von Sachverhalten, also Tabellen, Koordinatensystemen usw. wäre es ein Segen, wenn sich breitere Webseiten durchsetzen. http://tetraktys.de wäre solch ein Beispiel. Und ich denke es wird diese Webseiten geben. Den Spagat zwischen Handy und Bildschirmen von über 2000px durhalten zu wollen ist schlichter Unsinn.
    Ein anderer Beweggrund für breitere Webseiten ist die verschenkte Werbefläche, die sich dem Nutzer auf dem ersten Blick erschließen könnte, ohne dass er scrollen muss! Das wird wohl leider das wichtigere Argument der Zukunft sein!
    Ich vermute, dass es in naher Zukunft eine technische Lösung gibt, um beide Extremnutzer von Webseiten glücklich zu machen.

    MfG

  3. dasexil (1 comments)

    16. Dez, 2010

    Warum eigentlich keine fluiden Layouts? Dann braucht ihr euch keinen Kopf mehr machen wegen der Auflösung.

    Für Handy, Smartphones, etc. sollte man ggf. über ein extra Layout denken. Viele CSS und JavaScript Sachen funktionieren noch nicht auf den versch. Modellen.

  4. Wiescho (9 comments)

    16. Dez, 2010

    Darüber habe ich natürlich auch nachgedacht. Das Problem an der Geschichte ist jedoch, dass ein fluides Layout bedeutet, dass der Content-Teil keine statische Breite hat. Sowas ist bereits in vielen Foren zu finden. Daraus folgt, dass Absätze die bei einer statischen Breite z.B. 4 Zeilen hatte, dann plötzlich nur noch eine Zeile haben.

    Gerade für Landingpages etc. ist sowas wirklich sehr ungeeignet, da das komplette Artikel-Design verrutscht.

    Alternativ könnte man natürlich den Content-Teil statisch lassen, dafür andere Bereiche “anpassend”. Aber wie sieht das dann aus wenn die Navigation die Hälfte der Seite einnimmt ;-)

  5. JohnnyC (1 comments)

    11. Jan, 2011

    Fluide Designs sind möglich, wenn man die Aufteilung geschickt hinbekommt. Man kann ja z.B. auch im Header einen ganz anderen Bereich strecken, als dann weiter unten usf.

    Eine Möglichkeit den Main-Content aufzuteilen wäre es, zwei Container anzulegen, der eine ist so breit, dass bei breiten Bildschirmen der zweite noch daneben passt, bei geringeren Breiten rutscht der aber nach unten. Somit bleibt der Inhalt von der Zeilenlänge unbeeinflusst, es ändert sich aber die Aufteilung des zur Verfügung stehenden Raumes.

    Über CSS bieten sich dann ja auch noch Möglichkeiten, um das Design je nach Breite unterschiedlich zu kodieren.

    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich die Breite von knapp unter 1000px als sehr angenehm empfinde, da ich so als Nutzer die Möglichkeit habe, das Bild bei Bedarf schön groß zu zoomen, da viele Web-Designer eine viel zu kleine Schrift wählen oder mir aber gleich zwei Internet-Seiten nebeneinander anzeigen lasse.

  6. Michael (2 comments)

    23. Dez, 2011

    Ich hab meine Webseite schon mehrmals an aktuelle Auflösungen angepaßt und bin der Meinung, dass ich nun die optimale Einstellung gefunden habe – im Moment jedenfalls! :-)

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